Ganzkörper-Turnanzug für Damen: Passform, Stoff, Einsatz

Veröffentlicht von Startner am 28/09/2026 06:01.

Zusammenfassen Sie diesen Artikel mit: ChatGPT ChatGPT Mistral Mistral Claude Claude Perplexity Perplexity Grok Grok

Ein Ganzkörper-Turnanzug für Damen muss zu Körper, Disziplin und Einsatz passen. Entscheidend sind Schnitt und Modell, die richtigen Körpermaße, die Stoffwahl zwischen Lycra, Elastan und Polyester sowie die Bekleidungsregeln von DTB und FIG. So wählen Sie einen Anzug, der im Training bequem sitzt und im Wettkampf zulässig ist.

Welcher Ganzkörper-Turnanzug passt zu meinem Einsatz?

Welcher Anzug der richtige ist, hängt davon ab, wofür Sie ihn brauchen. Schnitt, Ärmellänge und Gestaltung unterscheiden sich je nach Disziplin. Im Verein kommt außerdem das gemeinsame Erscheinungsbild dazu.

Ganzkörper-Turnanzug für Damen steht erhobenen Armen in einem Übungsraum.

Was unterscheidet den Ganzkörperanzug vom klassischen Turnanzug?

Ein Ganzkörper-Turnanzug ist ein körpernaher Einteiler mit Beinen. Der klassische Turnanzug endet dagegen am Beinausschnitt. Im DTB-Gerätturnen ist der Ganzkörper-Gymnastikanzug genauer definiert: Seine Beine reichen von der Hüfte bis zum Knöchel. Bei Turnanzügen in Ganzkörperausführung bleibt so die gesamte Beinlinie bedeckt.

Im Handel werden die Begriffe nicht einheitlich verwendet. Wer einen Gymnastikanzug für Damen sucht, stößt deshalb auf verschiedene Bezeichnungen, die ähnliche Kleidung meinen:

  • Turnanzug und Gymnastikanzug: Die beiden Wörter werden oft synonym gebraucht.
  • Body: Meint häufig einen Gymnastik- oder Ballettbody und ist kein Begriff aus dem Wettkampfregelwerk.
  • Trikot: Ist gebräuchlich, bezeichnet den Anzug aber ungenauer.
  • Leotard: Der englische Begriff für den einteiligen Turnanzug.

Keine dieser Bezeichnungen legt Schnitt oder Wettkampfzulässigkeit fest, weder beim Body noch beim Trikot. Turnanzüge für Damen tragen Turnerinnen unter anderem im Gerätturnen, in der Rhythmischen Sportgymnastik und in der Akrobatik. Startner fertigt Turnanzüge, Leotards und Turntrikots in Frankreich.

Welche Schnitte und Modelle stehen zur Wahl?

Turnanzüge gibt es ärmellos, mit kurzen oder mit langen Ärmeln. Ein Turnanzug mit langem Arm und langen Beinen bedeckt beim Kontakt mit dem Gerät mehr Haut. In kühlen Hallen ist ein langärmeliger Gymnastikanzug außerdem angenehm zu tragen. Für Training und Wettkampf gleichermaßen geeignet ist dieser Schnitt dann, wenn er die Vorgaben der jeweiligen Veranstaltung erfüllt.

Startner fertigt seine langbeinigen Turnanzüge für Mädchen und Damen aus sublimiertem Lycra. Sie sind für Training, Wettkampf und Vorführungen im Kunstturnen gedacht. Ein blaues Modell hat weiße Akzente und Strass auf der Vorderseite. Das rote Modell PHILIPINE-02 hat Tülleinsätze an den Schultern und Träger, die am Rücken zusammenlaufen.

Was zählt bei Training und Vereinsauftritten?

Im Training braucht es vor allem einen körpernahen Schnitt, der große Bewegungen mitmacht. Die Regeln offizieller Wettkämpfe gelten dort nicht automatisch. Die Bezeichnung „Wettkampfanzug“ belegt noch keine Zulässigkeit. Vor dem Einsatz entscheiden Disziplin, Verband und die Ausschreibung der konkreten Veranstaltung.

Vereine stimmen Farbe und Gestaltung häufig auf den gemeinsamen Auftritt ab. Startner personalisiert sein Sortiment an Ganzkörper-Gymnastikanzügen in Vereinsfarben, nach demselben Prinzip wie klassische Turnanzüge.

Wie finde ich Größe und Passform?

Turnanzüge sind anders geschnitten als Alltagskleidung. Ihre gewohnte Konfektionsgröße reicht deshalb für die Wahl nicht aus. Vergleichen Sie stattdessen Ihre eigenen Körpermaße mit der Tabelle des gewünschten Schnitts.

Welche Körpermaße muss ich nehmen?

Die Grundlage bilden Körpergröße sowie Brust-, Taillen- und Hüftumfang. Beim Einteiler mit langen Beinen und Ärmeln kommen weitere Maße hinzu:

  • Körpergröße: Aufrecht stehend vom Scheitel bis zur Fußsohle messen.
  • Brust und Taille: Die Brust waagerecht an ihrer stärksten Stelle unter den Achseln messen, die Taille an ihrer natürlichen Position.
  • Hüfte: Waagerecht über die stärkste Stelle von Gesäß und Hüfte messen.
  • Rumpf, Innenbein und Arm: Den Rumpfumfang vom Schulterpunkt durch den Schritt zurück zur Schulter messen, dazu Innenbein- und Armlänge.

Der Rumpfumfang ist beim Ganzkörperanzug besonders wichtig. Er zeigt, ob der Einteiler in der Länge passt oder im Schritt zieht.

Wie lese ich die Größentabelle?

Nehmen Sie die Maße, ohne den Bauch einzuziehen, und am besten in der Unterwäsche, die Sie später unter dem Anzug tragen. Passen Brust und Hüfte, liegt der Rumpfumfang aber deutlich außerhalb der Größentabelle, kann ein längerer oder anderer Schnitt passender sein als eine größere Konfektionsgröße. Eine allgemeingültige Umrechnung in XS, S oder M gibt es nicht.

Die Norm DIN EN 13402-3:2017-12 legt Bekleidungsgrößen über Körpermaße und Größenintervalle fest, nicht über die Maße fertiger Anzüge. Nach dieser Referenz entspricht ein Brustumfang von 84 cm der Größe 36. Die übrigen Maße müssen trotzdem zur Tabelle des Produkts passen.

Woran erkenne ich einen guten Sitz?

Eine gute Passform liegt körpernah an und schneidet bei Bewegung weder ein, noch verrutscht sie. Ist der Anzug zu eng, zieht er an Hals oder Schritt, und die Nähte spannen deutlich.

Querfalten beim Strecken, ein abstehender Ausschnitt oder Abschlüsse, die nach der Bewegung nicht zurückgleiten, zeigen einen zu weiten Anzug. Mehr Stoff bringt dabei nicht automatisch mehr Bewegungsfreiheit, denn überschüssiger Stoff verrutscht.

In der Praxis bedeutet das: Strecken Sie bei der Anprobe die Arme über den Kopf, gehen Sie tief in die Hocke und machen Sie einen Ausfallschritt, eine Vorbeuge und einige Sprünge. Danach muss der Anzug wieder richtig sitzen. An Schritt, Achseln, Schultern und Beinansätzen sollten sich die Nähte mitdehnen, ohne sich zu öffnen.

Empfohlene Produkte

Welcher Stoff eignet sich für den Turnanzug?

Die Faserzusammensetzung auf dem Etikett sagt nur einen Teil über den Stoff aus. Wie sich ein Anzug trägt, hängt auch davon ab, wie der Stoff gebaut ist und wie der Anzug verarbeitet wurde.

Was bedeuten Lycra und Elastan?

Elastan ist eine dehnbare Faser. Sie sorgt dafür, dass körpernahe Sportbekleidung dehnbar bleibt und wieder in ihre Form zurückkehrt. LYCRA® ist der Markenname für Elastan-Fasertechnologien und keine eigene Faserart. Beispiele für Mischungen:

  • Elastischer Sportstoff: 82 % Polyamid und 18 % Elastan.
  • Samt: 87 % Polyamid und 13 % Elastan. Samt bezeichnet dabei die Oberfläche beziehungsweise die Konstruktion des Stoffs, keine Faser.
  • Turnanzugstoff: 87 % Polyester und 13 % Elastan.

Ein hoher Elastananteil allein macht einen Stoff nicht atmungsaktiver. Er garantiert auch nicht, dass der Anzug nach dem Waschen seine Form besser behält.

Welcher Stoff fühlt sich beim Training angenehm an?

Ob ein Stoff atmet, hängt nicht nur von den Fasern ab. Konstruktion, Dichte, Beschichtung, Futter und Schnitt spielen ebenfalls eine Rolle. Die Prozentangaben auf dem Etikett sind deshalb keine Messwerte für die Atmungsaktivität.

Polyester nimmt vergleichsweise wenig Feuchtigkeit auf. Wie gut ein Stoff den Schweiß tatsächlich abtransportiert, bestimmen aber auch Konstruktion und Ausrüstung. Bei langen Einheiten sind Feuchtigkeitsableitung und Luftzirkulation besonders wichtig.

Der Unterschied zeigt sich beim direkten Vergleich: Dehnen Sie den Stoff in beide Richtungen und beobachten Sie, wie er zurückspringt und ob er durchscheint. Ebenso aufschlussreich sind die Elastizität der Nähte und der Sitz der Abschlüsse.

Wie pflege und prüfe ich das Material?

Viele Turnanzüge werden bei höchstens 30 °C oder im Schonwaschgang gewaschen, maßgeblich ist aber das Pflegeetikett. Verzierte Modelle waschen Sie von Hand oder im Wäschenetz, ohne Trockner, Bügeleisen und Weichspüler. Nach der EU-Verordnung 1007/2011 müssen Fasern und ihre Gewichtsanteile in absteigender Reihenfolge angegeben werden. Nach REACH dürfen bestimmte Azofarbstoffe nicht mehr als 30 mg/kg aromatische Amine freisetzen. OEKO-TEX® ist eine zusätzliche, freiwillige Prüfaussage.

Ist der Ganzkörper-Turnanzug im Wettkampf erlaubt?

Grundsätzlich ja, allerdings mit Vorgaben zu Trägern, Ausschnitt und Beinausschnitt. Welche Regeln gelten, hängt vom Verband und von der Disziplin ab. Prüfen Sie immer die Ausschreibung der Veranstaltung.

Was gilt im deutschen Gerätturnen?

Der DTB-Leitfaden für das weibliche Gerätturnen im Breitensport gilt vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2026. Er verlangt einen sportlich korrekten, undurchsichtigen Anzug. Den Ganzkörper-Gymnastikanzug definiert er wie oben beschrieben. Weitere Vorgaben:

  • Träger: mindestens 4 cm breit.
  • Ausschnitt vorne: höchstens bis zur Mitte des Brustbeins.
  • Ausschnitt hinten: höchstens bis zur unteren Schulterblattlinie.
  • Beinausschnitt: höchstens bis zur Leistenbeuge.

Bei Mannschaftswettkämpfen muss die Turnkleidung einheitlich sein. Für das leistungsorientierte Gerätturnen verweist das DTB-Handbuch 2026 auf den FIG Code of Points 2025–2028 und auf nationale Regelungen. Weichen diese voneinander ab, gilt die offizielle Ausschreibung.

Welche Vorgaben macht die FIG?

Im internationalen Frauen-Gerätturnen erlaubt der FIG Code of Points 2025–2028 einen sportlich korrekten, nicht transparenten Ganzkörperanzug mit durchgehenden Beinen. Die Schulterträger müssen mindestens 4 cm breit sein. Für den Ausschnitt gelten dieselben Grenzen wie beim DTB. Ist er zu tief, muss er laut FIG Help Desk vom September 2025 mit blickdichtem, hautfarbenem Material abgedeckt werden.

Der Beinausschnitt darf nicht über den Hüftknochen hinausgehen. Beim normalen Turnanzug darf das Bein höchstens etwa 2 cm unter den Gesäßansatz reichen. In Qualifikation und Teamfinale brauchen alle Mitglieder einer Mannschaft identische Anzüge.

Gelten in der Rhythmischen Sportgymnastik andere Regeln?

Ja. Für die Rhythmische Sportgymnastik gelten eigene FIG-Wertungsvorschriften des Zyklus 2025–2028, maßgeblich seit dem 1. April 2025. Von der Brust bis zum Schritt muss der Gymnastikanzug blickdicht sein. Transparente Stellen in diesem Bereich brauchen ein Futter. Schmale Schulterträger sind erlaubt, für Ausschnitt und Beinausschnitt gelten dieselben Grenzen wie im Gerätturnen.

Einteilige Anzüge mit langen Beinen sind zulässig, ebenso vollständige Strumpfhosen über oder unter dem Anzug. Shorts und halblange Strumpfhosen sind nicht erlaubt. Zulässig sind dagegen ein befestigter Rock bis zum Beckenbereich und flache, sicher angebrachte Applikationen.

Startner

Ganzkörper-Turnanzüge direkt vom Hersteller

Seit 1968 fertigt Startner Gymnastikbekleidung in Marseille, für Training und Wettkampf gleichermaßen geeignet. Jetzt entdecken.

Startner entdecken

Häufig gestellte Fragen

Baumwolle ist von Natur aus atmungsaktiv und nimmt Feuchtigkeit auf. Auch eine Mikrofaser aus 90 % Polyamid und 10 % Elastan gilt als atmungsaktiv. Letztlich entscheiden aber Konstruktion, Dichte, Beschichtung, Futter und Schnitt mit, nicht die Fasern allein.

Strass ist reine Dekoration und sagt weder etwas über die Zulässigkeit noch über die Qualität eines Anzugs aus. Kompressionsärmel und Kompressionssocken verbieten sowohl der DTB-Breitensport 2026 als auch der FIG Code of Points 2025–2028. Die FIG untersagt außerdem Polsterungen. Beim Schmuck sind nur kleine Ohrstecker erlaubt.

Ja, unter Bedingungen. Der DTB-Leitfaden 2026 erlaubt nach den FIG-Vorgaben eine eng anliegende, sicher befestigte Kopfbedeckung, die das Gesicht nicht verdeckt. Kopftücher, die eine Gefahr darstellen, sind davon ausgenommen.